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Donnerstag, 8. Juli, 10 Uhr: Der Leipziger Container nach Mozambique geht auf die Reise

Am Donnerstag, den 8. Juli steht ein großer Container auf dem Gelände des Technologie- und Berufsbildungszentrums Leipzig gGmbH an der Friederiekenstraße 60. Etwa 130 Spenden-PCs, die im Rahmen einer von der Agentur für Arbeit geförderten AGH-Maßnahme aufbereitet wurden, treten ihre große Reise an. In Kooperation mit der ehrenamtlich organisierten Hilfsorganisation Linux4Afrika gehen diese PCs nach Mozambique. In der Landeshauptstadt Maputo werden sie von Schülern und Lehrern an ausgewählten Schulen bereits sehnsüchtig erwartet. Werden sie nach beruflichen Wünschen gefragt, kommen natürlich auch wie bei uns Antworten wie: Popstar, Schauspieler. Aber noch mehr und mit viel Hoffnung kommt: „Etwas mit Computern.“ Sie wissen: Mit Hilfe von IT-KnowHow haben sie mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Doch kaum eines der Kinder hat normalerweise Zugang zu einem PC.

PCs für insgesamt fünf Klassenräume verschicken das tbz Leipzig und Linux4Afrika. Im Rahmen einer von der ARGE Leipzig geförderten Arbeitsgelegenheit haben Jugendliche im tbz Leipzig die Spenden-PCs gesammelt und fachkundig aufbereitet, schließlich sollen sie noch möglichst lange ihre Arbeit verrichten. Hier war manchmal fast „afrikanische Findigkeit“ gefragt, um die Rechner zuverlässig und stabil zu bekommen. Aber gemeinsam hat es die Gruppe geschafft und alle Geräte wurden inzwischen an den Fachbereich Lager/Logistik des tbz übergeben, wo das Beladen des Containers als praxisnahe Projektaufgabe für weitereLehrgangsteilnehmer dient.

Den Transport und die weitere Organisation übernimmt der Projektpartner Linux4Afrika aus Freiburg / Leipzig. Deren Leipziger Team ist technischer Ansprechpartner während der Aufarbeitung. Schließlich sollen ihre Partner in Maputo die Schulnetzwerke möglichst schnell in Betrieb nehmen können. Hierbei spielt der Einsatz des freien und kostenlos erhältlichen Betriebssystems Linux eine zentrale Rolle: Die gleiche Arbeit wäre mit Windows durch die anfallenden Lizenzkosten unbezahlbar und weniger flexibel anpassbar. Als Ergänzung zur pädagogischen Lehrtätigkeit ist eine Installationsstation Teil des Konzepts, mit deren Hilfe weitere PCs schnell, legal und unkompliziert mit Ubuntu-Linux ausgestattet werden können. Linux4Afrika hat bereits Personal vor Ort in Maputo ausgebildet und die Schulen sind bereits vorbereitet und das Vereinskonto verzeichnet endlich genügend Spendengelder, um den Transport zu bezahlen.


 

 

 

 

Linux4Äthiopien? Team Leipzig startet Zusammenarbeit mit Städtepartnerschaft Leipzig - Addis Abeba e.V.

Während der vom Verein veranstalteten Leipziger Bürgerreise nach Addis Abeba. Bildquelle: www.fschillerg.de/adisreise.htm

Ob wir von Linux4Afrika mit unserem Fachwissen über Computer helfen könnten, fragte uns kurz nach unserem Container von Leipzig nach Tansania Frau Sonnhild Bockenheimer vom Verein

Sie habe 10 gespendete PCs, die sie gerne einer Schule in Addis Abeba zur Verfügung stellen würde, jedoch keine Erfahrungen auf diesem Gebiet. Inzwischen, ein paar Treffen und Gespräche später steht für uns fest: Eine Zusammenarbeit beider Initiativen ist sehr sinnvoll, da wir uns produktiv ergänzen und so gemeinsam etwas bewegen können. Der Verein Städtepartnerschaft Leipzig-Addis Abeba e.V. will das Land Äthiopien, und besonders seine vielfältige Kultur den Leipzigern näherbringen. Dazu werden Vorträge angeboten, Bürgerreisen organisiert, Künstler eingeladen. Auf das Wirken des Vereins hin besteht seit 2004 eine Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Addis Abeba. Ein Teil der Arbeit sind zum Beispiel Schulpatenschaften. Konkret geht es uns, Frau Bockenheimer und Herrn Sultan zunächst um die 10 PCs, die bereits vorhanden sind. Wir werden diese zunächst mit unserem speziell für Schulen entwickelten Linux-Installationen für Standalone-Rechner versehen und bei der Organisation des Transports helfen. Durch die Unterstützung des Botschafters kann der Transport zollfrei erfolgen. Diese werden der Sefere Selam Primary School in Addis Abeba zugute kommen. (Über diese besondere Schule habe ich ein Gespräch mit Shemsu Sultan geführt, dieses folgt in einem späteren Artikel). Die direkten persönlichen Kontakte zu dieser Schule geben uns das Vertrauen, dass unsere Arbeit nachhaltig wirken soll, also mehr umfasst, als einfach nur PCs hinzustellen. Wir werden der Schule unsere Art zu arbeiten vorstellen, und gegebenenfalls 2009 weitere Aktionen wie einen Container planen.

Linux4Afrika-Interview als Buchbeitrag über Hilfsprojekte

Am 10.10. traf sich Martin Kaufmann vom Leipziger Team mit dem Autor und Immunologen Werner Luttmann (siehe Foto) um ihm Rede und Antwort für sein neues Buch zu stehen.

Ziel dieses Buchs soll es sein, verschiedene Projekte vorzustellen, die zeigen, wie man in Afrika praktisch helfen kann. Im Gespräch erklärte Martin die Geschichte und Arbeit von Linux4Afrika und es wurden Perspektiven und Nachhaltigkeit der betreuten Projekte erläutert. Zur Person Werner Luttmann ist zu sagen, dass er als Immunologe selbst mit Afrika viel zu tun hat. Er engagiert sich sehr im Bereich der Bekämpfung des HI-Virus. Nach 2 Stunden verabschiedete man sich mit dem Versprechen in Kontakt zu bleiben und zu schauen, wie man sich in Zukunft gegenseitig helfen kann.

Es ist geschafft! Wir sind glücklich! Und der Container? Ist unterwegs.

Es ist geschafft. Der erste Container aus Leipzig ist auf der Reise. Wir sind stolz und müde. Alles in allem lief es weitaus besser als geplant, der Container stand bereits um kurz nach neun auf dem Gelände des tbz und die reine Ladezeit waren etwa erstaunliche 75 Minuten. Die Teilnehmer der Trainingsmaßnahme Lager/Logistik haben hervorragende Arbeit geleistet! Eine wunderbare Zusammenarbeit, wir selber hätten das bei weitem nicht so gut hinbekommen.

Gefreut haben wir uns auch, daß Herr Marco Baruti, 1. Generalsekretär beim Botschafter von Tansania extra aus Berlin angereist ist. Die Gespräche mit ihm waren sehr angenehm und geben uns Motivation für unsere zukünftige Arbeit.

Insgesamt sind jetzt 178 PCs auf dem Weg nach Rukwa / Tansania. Sie sollen laut Plan Anfang September in Dar Es Salaam ankommen. Wir sind sehr gespannt, ob alles gut geht und hoffen sehr, daß auch später alles beim Einrichten der Schulen glatt geht. Die Linux4Afrika-Praktikantin Suzan wird gut zu tun haben, wenn sie die PCs entgehennimmt und auf die ausgewählten Schulen verteilen muß. ;-)

Einige Monate Arbeit liegen nun hinter uns, in denen wir Spenden gesammelt haben, Linux4Afrika in Vorträgen und Präsentationen der Öffentlichkeit vorgestellt haben (in der Ubuntu-Usergroup Leipzig, während der Chemnitzer Linuxtage, im tbz Leipzig), in denen wir viel Freizeit investiert haben, um Linux4Afrika Leipzig auf solide Füße zu stellen (selbst organisierte Messepräsenz während der Linuxtage Chemnitz, Präsenz zusammen mit den Freiburgern auf dem Linuxtag Berlin), eine Linux-Einführungs-Benefiz-Schulung gehalten haben und anderes mehr. Wir freuen uns sehr, daß wir es mit _sehr_ viel Unterstützung vieler und einer großen Portion Glück geschafft haben, den Container aus Leipzig fast komplett alleine zu finanzieren.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Spendern, sei es nun mit Hardware oder mit dem ebenso notwendiges Geld, sie alle haben einen Teil zum Gelingen dieses Containers beigetragen. Wir sind froh, daß uns die Geschäftsleitung des tbz Leipzig im Rahmen unserer ABM die Chance gegeben hat, dieses Projekt durchzuführen. Ein Spendenaufruf der Arge Leipzig hat uns ebenfalls sehr geholfen, aus dem Stadtbezirk Leipzig zahlreiche Hardware-Angebote zu erhalten. Vielen Dank an alle Kollegen, die uns am tbz im Lauf der Zeit geholfen haben, die kleinen Dinge im Alltag zu bewältigen. Sei es hier mal ein Fahrer, dort eine Heißklebepistole, zurechtsägen von Stützhölzern, Selbstbau von Euro-Paletten, tatbereite Hilfe beim Putzen der PCs, administrative Hilfe ... Und da sind noch gar nicht eingerechnet die vielen anerkennenden Worte, die ja auch unerläßlich sind zur täglichen Selbstmotivation. Und Dank an die Unterstützer aus der Leipziger Community, die sich mit uns zusammen in Chemnitz ein Wochenende um die Ohren geschlagen und in einer ungemütlichen Turnhalle genächtigt haben, nur damit Linux4Afrika mit einem Stand präsent sein konnte.

 

Wir sind glücklich! Hoffentlich kommt der Container gut an und Suzan findet alles ordentlich vorbereitet.

 

Martin und "King" Tobias

 

Pressespiegel des Leipziger Containers oder: Linux4Afrika - eine Initiative der Arge Leipzig?

Da am heutigen Tage zahlreich Presse vor Ort war, wird es hier demnächst noch einige Aktualisierungen geben. Eine genauere Betrachtung der einzelnen Berichte erweist sich als äußerst interessant: Wie unterschiedlich sich ein- und dasselbe Thema verpacken läßt!
Die ersten Berichte sind bereits online zu finden:

Bereits vorab führte Radio Corax aus Halle Linux4Afrika in dem Abendmagazin "Widerhall" ein  Telefoninterview mit Tobias Luther. Hierbei kam die Entwicklung von Linux4Afrika Leipzig als Teil der ABM "Aufarbeitung gebrauchter PC" am tbz Leipzig zur Sprache, Linux4Afrika als Projekt von FreiOSS.net wurde vorgestellt, die Arbeit von Linux4Afrika vor Ort in Tansania fand Erwähnung und wurde durchaus kritisch hinterfragt.

Die  Leipziger Internetzeitung brachte in der Rubrik "Leipzig packts an" mit " PCs für Schulen in Tansania: Am 17. Juli gehen 160 Computer aus Leipzig auf die Reise" eine leicht angepaßte Form unserer offiziellen Pressemitteilung.


Das Leipziger Studentenradio  mephisto 97,6  berichtete in seinem abendlichen Magazin "Faustschlag". Die Reporterin legte Schwerpunkt auf die ABM-Arbeit an sich: Zu Wort kam Jorge als Teilnehmer und einer derjenigen, die fast ein Jahr lang die PCs gesichtet und getestet haben, Manfred Ullrich als Koordinator der ABM am tbz Leipzig, Tobias Luther erwähnt kurz die Entwicklung der Zusammenarbeit mit Linux4Afrika und Mr. Barutu (sic) drückt seine Freude über die Arbeit aus.

 

Beim  Leipzig Fernsehen war "Linux4Afrika - eine Initiative der ARGE" Aufmacher der abendlichen "Drehscheibe". Die Sendung ist ab dem 17.07.2008 eine Woche lang online zu sehen.)
Der Schwerpunkt lag hier ganz klar auf den Leistungen des Arge und dem tbz Leipzig für Linux4Afrika: Herr Leistner freut sich als Pressesprecher der Arge, daß auf ihren Aufruf hin so viele Spenden zusammen kamen und erklärt kurz die Arbeitsweise und Zusammenspiel der beiden am Container beteiligten Maßnahmen. Herr Baruti beschreibt, wie sich die Schulkinder in Tansania über die PCs freuen werden. Zum Abschluß des Beitrags erklärt Herr Leistner noch, warum das Projekt "Linux" 4Afrika heißt, nämlich eben - wegen Linux.

 

Die LVZ bringt auf der zweiten Lokalseite "Die Digitale Kluft überwinden : Aufgearbeitete Computer aus Leipzig auf dem Weg zu Kindern in Tansania". Nach Nennung des Aufhängers (Container) wird die Initiative Linux4Afrika vorgestellt und wie es zur Zusammenarbeit mit der ABM am tbz Leipzig kam. Linux4Afrika Leipzig Team Leipzig kommt zu Wort mit den Zielen des Projektes, Herr Baruti kommt zu Wort und Arge-Sprecher Herr Ronny Schleicher wird zitiert im Zusammenhang mit der ABM.

[Press Release]: Container shipment from tbz Leipzig gGmbH on 17/07/2008

 

At tbz Leipzig gGmbH, 10 young adults from Leipzig have been processing donated PCs in a state work creation scheme since August 2007. These PCs are sent to equip schools in Tanzania in cooperation with Linux4Afrika, a relief project from Freiburg and Leipzig. The shipment of a container laden with approximately 160 completed PCs commences on the 17/07/2008 starting at the tbz Leipzig headquarters.

Several months ago an appeal was sent to private individuals, companies and facilities to donate PCs for African schoolchildren. Starting August 2007 ten young adults have been processing donated PCs in a state work creation scheme which is being supported by „Arbeitsgemeinschaft Leipzig“ and „Amt für Wirtschaftsförderung Leipzig“. The tbz is responsible for scheme realization.

This work now bears fruit: On July 17, at around 10 AM a Container will be filled with about 160 fully functional PCs by members of a training program for stock management and logistics, ready to be shipped to Tanzania. The location is tbz Leipzig gGmbH, Friederikenstr. 60, Leipzig.

Shipping costs, which amount to around 2500 Euro, has been paid by donations.

In cooperation with Linux4Afrika and the association FreiOSS.net e.V. from Freiburg, these more than 160 PCs will be sent to schools situated in the rural region of Rukwa. There they will find use by children to whom such technology would normally be completely inaccessible. As such Linux4AFrika offers a valuable contribution to the nation's ability to help itself through the aid of sustained education. Many of the computer systems that now appear to be obsolete by German standards can still very well be used for certain purposes. Thanks to an elaborate networking concept, even older PCs (starting at Pentium II) will not be forced to pollute the environment as special refuse as they can still be utilized for a meaningful task.

Linux4Afrika has been awarded by the UNESCO to be an official United Nations Decade Of Education For Sustainable Development project and is currently negotiating with Tanzania's Prime Minister Hon. Mizengo Pinda about further projects.

The participants, the tbz Leipzig and Linux4Afrika would like to thank everyone for their willingness to donate.

For further information please visit:

Linux4Afrika: www.linux4afrika.de - leipzig@linux4afrika.de

tbz Leipzig gGmbH: www.tbz-leipzig.de - tbzleipzig@aol.com

Further donations of money for future containers and necessary hardware for the servers are still welcome.

Endspurt: Container aus Leipzig im Juli

25.06.2008

Vor ein paar Monaten begann die Zusammenarbeit der "Jugendmaßnahme Aufarbeitung gebrauchter PCs" am tbz Leipzig und Linux4Afrika. Diese von der Arge Leipzig und dem Amt für Wirtschaftsförderung Leipzig unterstützte Maßnahme endet im August, aber Linux4Afrika Leipzig wird auf jeden Fall weiterarbeiten, wenn auch unter neuen Bedingungen.

Wir haben auf jeden Fall viel Energie und Herzblut in unsere Arbeit für Linux4Afrika gesteckt, und danken allen Spendern von Hardware oder auch finanziellen Zuwendungen. Durch die uns von Privatpersonen und Unternehmen entgegengebrachte Hilfsbereitschaft können wir in Kürze unseren ersten Container nach Tansania auf die Reise schicken. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Die PCs werden in Tansania in der sehr ländlich geprägten Region Rukwa zum Einsatz kommen. Suzan, die derzeit in der Hauptstelle von Linux4Afrika Praktikum macht und sich mit unserer Netzwerktechnik vertraut macht wird die PCs vor Ort in Emfang nehmen, die erste Zeit über betreuen und Schulungen geben. Wir haben sie während dem Linuxtag Berlin kennengelernt.

Wir werden demnächst hier einen Tätigkeitsbericht für die letzten Monate nachschieben und freuen uns natürlich auf das Ereignis: den Container.

Das Leipziger Team

Kommunale Wasserwerke Leipzig GmbH spenden 20 PCs

09.01.2008

Die Kommunalen Wasserwerke Leipzig GmbH spendet 20 Computer für Linux4Afrika.

Die Rechner sind, laut unseres Leipziger Teams, in gutem Zustand und werden gerade im tbz überprüft und in den Bestand eingepflegt.

Die KWL hat dazu eine  Pressemitteilung herausgegeben und auch die Leipziger Volkszeitung berichtete darüber.

mehr unter   Presse

Linux4Afrika jetzt auch in Leipzig

Neuer Kooperationspartner tbz Leipzig

Seit Dezember hat Linux4Afrika einen Kooperationspartner in Leizpig.

Im tbz (Technologie- und Berufsbildungszentrum) Leipzig gGmbH bereiten arbeitslose junge Erwachsene von Firmen und Privatpersonen gespendete PC-Hardware zu funktionierenden Computern auf. Die fertigen und getesteten Maschinen werden an karitative Einrichtungen im Ausland verschickt.

„Ihr seid dann offiziell die Leipziger Außenstelle von Linux4Afrika!“ Hans-Peter Merkel, Initiator von Linux4Afrika zeigt sich erfreut. Es ist Anfang Dezember, soeben sind erste Mails zwischen Freiburg und Leipzig hin- und hergegangen, einige Telefongespräche geführt worden. Räumliche Entfernungen sind heutzutage leicht zu überbrücken, die Kommunikation klappt hervorragend. Die Arbeit kann beginnen.

In Leipzig arbeiten seit August zehn arbeitslose junge Erwachsene zwischen 20 und 25 Jahren zusammen. Für karitative Organisationen im Ausland sammeln sie Computerteile als Spenden von Privatpersonen und Firmen, testen sie und bauen daraus wieder funktionsfähige Komplettsysteme.

Die beruflichen Hintergründe sind sehr unterschiedlich: hier arbeiten Assistenten für Informatik, Koch, IT-Systemelektroniker, Mediengestalter, Tischler, Fachinformatiker, Maler. Aber sie haben eins gemeinsam: sie schrauben auch in ihrer Freizeit gern an ihren PCs herum und holen das technisch Bestmögliche aus ihnen heraus. In den Pausen drehen sich die Gespräche um neue Hardware, um Spiele ... und darum, wie man durch Übertakten das letzte Quentchen Leistung aus der Technik herauskitzelt.

„ABM 075/0528/07, Jugendmaßnahme Aufarbeitung gebrauchter PCs“ heißt ihre Arbeitsgruppe offiziell, das tbz Leipzig ist ihr Arbeitgeber, unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft Leipzig und dem Amt für Wirtschaftsförderung.

Die Kooperation zwischen dem tbz und Linux4Afrika kam, wie so vieles, per Zufall zustande: Gruppenleiter Tobias Luther und Teilnehmer Martin Kaufmann (in ihrer Freizeit radiotux.de / Ubuntuuser-Community) kennen das L4A-Team vom Linuxtag Berlin. Bei ihrem neuen Arbeitgeber traf die Idee einer Kooperation auf Unterstützung, der Rest war schnell geregelt.

Beide Gruppen ergänzen sich in ihrer Aufgabenstellung geradezu ideal, auch kann so ein bislang schwerwiegendes Problem von Linux4Afrika zumindest teilweise aufgefangen werden: Laut Hans-Peter Merkel mußte die Initiative schon vielen Spendern eine Absage schicken, weil schlicht und ergreifend der Transport nach Freiburg nicht möglich war. Durch die neuen Kooperationspartner können auch Spenden im „erweiterten Leipziger Raum“ und aus Berlin entgegengenommen werden.

Die Arbeit der Leipziger erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem „Hauptsitz“ von Linux4Afrika: mit Hilfe eines aus Freiburg verschickten vorkonfigurierten Terminalservers werden die frisch aufgebauten Thin Clients auf ihre Tauglichkeit in einem Schulnetzwerk getestet. Zugleich wird eine neue Version des Servers im Alltagsbetrieb getestet und gegebenfalls Umkonfigurationen vorgeschlagen.

Die Leipziger übernehmen auch einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit: es gab bereits einen betriebsinternen Vortrag über Linux4Afrika, ein Vortrag wird während einem der kommenden Ubuntuuser-Treffen in Leipzig stattfinden, und Präsenz während der Chemnitzer Linuxtag 2008 ist ebenfalls in Vorbereitung.