Computerklasse
Schüler
Debbie beim Vernetzen

23/01/2014
Das Licht am Ende vom Tunnel
Dienstag, ging es mit vereinten Kräften zur Sache. Michael, der aus Chesangoch zurückgekehrt war (heilfroh nach der Fahrt, also heil und froh!) tauschte in vielen der 34 Computern im IT-Room 2 – der ist neu eingerichtet – die Harddisk mit einer von HP frisch geklonte Version mit der aktuellen Edubuntu-Software aus, checkte das BIOS und konnte somit die Klassenzimmer für die morgige Vernetzung als „fertig“ melden.
Hans-Peter konnte zwischenzeitlich Debbie, eine Volontärin aus den USA, die seit August bei den Sisters mitarbeitet, zur Mitarbeit gewinnen. Sie ist wirklich ein Gewinn; mit einem Mathematikstudium als Background brauchte sie nicht lange Erklärungen, um die Netzwerke einzurichten und, zusammen mit Charles, dem Computerlehrer, den IT-Raum 1 einsatzbereit zu machen.

Eine Putzkolonne säuberte nach Abschluss der Arbeiten den Raum. Morgen werden Debbie und Michael vormittags an einer Computerklasse teilnehmen und nachmittags selbst, Charles beim Unterricht unterstützen.

Zudem wurde die Bibliothek mit einer Offline-Version der Wikipedia bestückt. Sr, Beata, deren Leiterin, war richtig „happy“. Außerdem erhält die Bibliothek noch ein das alte Notebook von Sr. Beata, ein Compaq-Notebook mit defektem Windows-Filesystem und einer 10 GB-Harddisk sowie einem nicht bootfähigen DVD-Laufwerk, dem Michael nach langem Probieren (HP: die Kiste ist reif für die Entsorgung!) Edubuntu beibringen konnte. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Jetzt müssen nur noch die „Baustellen“, also Computer, die nicht so wollen wie wir, durchgeschaut und entweder zum Laufen oder Ausschlachten gebracht werden. Im Großen und Ganzen schauen wir zufrieden auf den heutigen Tag zurück, das Quartett (Debbie, Charles, Hans-Peter und Michael) haben ganze Arbeit geleistet.

Am Mittwoch musste Michael feststellen, dass die Bilder vom Dienstag und Mittwoch morgen „verschwunden waren“ - zwar sichtbar auf dem Kamera Display, nicht aber, wenn die SD Karte auf dem Computer angeschaut wurde. Die Vermutung ist, dass die Karte mit einem Virus infiziert wurde, als Michael die Bilder auf einem Windows-Rechner gezeigt hat. In Afrika gibt es nicht nur massenhaft Malaria, auch die Computerviren treiben ihr Unwesen. So wandert Michaels SD-Karte in „Quarantäne“ und hoffentlich kann Dr. Kaspersky eine effizient, anti-virale Therapie einleiten. Zum Glück sind die meisten Bilder bereits auf USB-Stick sowie externen Harddrives gesichert. HPs Kommentar: Mist, ich habe vergessen zu sagen, dass alle Windows-Computer der Sisters wahrscheinlich „versifft“ sind. Naja, dass hätte Michael sich auch eigentlich denken können.

Debbie konnte uns heute wieder helfen; sie legte die Netzkabel in IT-Room 2, der damit dann praktisch fertig ist, während HP den Servern einen letzten Checkup verpasste. Am Vormittag hielt Charles dann die erste Computerklasse für die älteren Schüler (Grade 7) ab. Und kaum das Eingloggen freigegeben, wurde sofort die Wkipedia gestürmt und die vielen Informationen durchgeschaut. Glücklicherweise haben die Computer keine Lautsprecher, sonst wäre der Lärm noch ohrenbetäubender als nur die Freudenausbrüche über das Neue. Fußball stand bei den Boys natürlich an erster Stelle.

Doch während Michael diesen Bericht schrieb, fiel wieder einmal der Strom aus. Ärgerlich, denn Charles hielt gerade seinen zweite Computerklasse ab, an der Michael teilnahm und während des Stromausfall einen Einblick in Datensicherung und Virussicherheit gab. Ja, man lernt halt nie aus!