Gelände der St. Scholatica School mit den Schulbussen
Gruppenbild der Schüler

13/01/2014
Mission Kenia Teil 2 – oder
“Die Hoffnung stirbt zuletzt...”

Am Samstag ist auch das persönliche Gepäck von Hans-Peter eingetroffen. In sauberen Klamotten fühlt man sich deutlich wohler; es hebt auch die Stimmung. Es ist Sonntag und uns treibt die Sorge um, ob wir die Paletten noch rechtzeitig bekommen. Da wir uns weder auf Sister Emily's Bauchgefühl (“ich bin sicher, am Dienstag sind die Sachen da...”) noch auf göttlichen Beistand verlassen wollen, hat Michael sich bei seinem Kontakt in der Deutschen Botschaft in Nairobi angemeldet, den er über das Auswärtige Amt in Berlin bereits vor Antritt der Reise gemacht hat. Vielleicht können die Jungs helfen – ist schließlich deren Job. Mittlerweile haben wir wohl jeden der 64 Computer mehrmals geöffnet, entweder um die vor-sortierten RAMs einzubauen, zu testen, ob die DVD-Laufwerke bootfähig sind (die Mehrzahl war es nicht!), und alle Festplatten neu zu partitionierten und formatieren, damit das Image der neuen Edubuntu-Version aufgespielt werden kann. Vorher mussten noch das BIOS aller Computer optimiert werden und, da wir nicht von DVDs booten konnten, manuell über USB-Sticks gestartet werden. Denn auch die Netzwerkkarten funktionierten nicht so, dass man die neue Software vom Server, den HP mittlerweile wieder zum Laufen gebracht hatte, hätte aufspielen können.

Und natürlich wurden wir zwischendurch um andere „Service-Arbeiten“ gebeten unter dem Motto „Kannst Du mal schnell“. Als Beispiel hierfür sei ein Laptop angeführt, der mit einer 10 GB Platte und Windows 2000 Professional ausgestattet war (vermutlich hat damit Blücher seine Truppen in Waterloo befehligt – aber da war die Kiste noch neu...grin). Wir haben die Besitzerin davon überzeugen müssen auf Edubuntu umzusteigen. Das ist der Teil der Missionionsarbeit, den wir hier machen, denn dies war nicht der einzige Windows-verseuchte Computer (Franz – cool down!).

Da wir durch die doch unerwarteten Hindernisse zeitlich ins Hintertreffen gekommen sind, konnten wir den Sisters in Karen, die wir am Sonntag besucht haben, leider noch nicht die erbetenen Computer mitbringen. Sie haben sich trotzdem sehr über unseren Besuch und die mitgebrachten Fernsehaufzeichnungen aus Deutschland gefreut. Sister Christiane hat dann von HP noch eine Schnelleinweisung in Libre Office zum Erstellen von PDF Dokumenten erhalten.

Wir sehen also erwartungsvoll den kommenden Tagen entgegen in der Hoffnung, die Paletten doch noch rechtzeitig zu erhalten – und wenn der 24 Stundentag nicht reicht, nehmen wir halt noch die Nacht dazu (grin).