07/07/2010
Donnerstag, 8. Juli, 10 Uhr: Der Leipziger Container nach Mozambique geht auf die Reise

Am Donnerstag, den 8. Juli steht ein großer Container auf dem Gelände des Technologie- und Berufsbildungszentrums Leipzig gGmbH an der Friederiekenstraße 60. Etwa 130 Spenden-PCs, die im Rahmen einer von der Agentur für Arbeit geförderten AGH-Maßnahme aufbereitet wurden, treten ihre große Reise an. In Kooperation mit der ehrenamtlich organisierten Hilfsorganisation Linux4Afrika gehen diese PCs nach Mozambique. In der Landeshauptstadt Maputo werden sie von Schülern und Lehrern an ausgewählten Schulen bereits sehnsüchtig erwartet. Werden sie nach beruflichen Wünschen gefragt, kommen natürlich auch wie bei uns Antworten wie: Popstar, Schauspieler. Aber noch mehr und mit viel Hoffnung kommt: „Etwas mit Computern.“ Sie wissen: Mit Hilfe von IT-KnowHow haben sie mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Doch kaum eines der Kinder hat normalerweise Zugang zu einem PC.

PCs für insgesamt fünf Klassenräume verschicken das tbz Leipzig und Linux4Afrika. Im Rahmen einer von der ARGE Leipzig geförderten Arbeitsgelegenheit haben Jugendliche im tbz Leipzig die Spenden-PCs gesammelt und fachkundig aufbereitet, schließlich sollen sie noch möglichst lange ihre Arbeit verrichten. Hier war manchmal fast „afrikanische Findigkeit“ gefragt, um die Rechner zuverlässig und stabil zu bekommen. Aber gemeinsam hat es die Gruppe geschafft und alle Geräte wurden inzwischen an den Fachbereich Lager/Logistik des tbz übergeben, wo das Beladen des Containers als praxisnahe Projektaufgabe für weitereLehrgangsteilnehmer dient.

Den Transport und die weitere Organisation übernimmt der Projektpartner Linux4Afrika aus Freiburg / Leipzig. Deren Leipziger Team ist technischer Ansprechpartner während der Aufarbeitung. Schließlich sollen ihre Partner in Maputo die Schulnetzwerke möglichst schnell in Betrieb nehmen können. Hierbei spielt der Einsatz des freien und kostenlos erhältlichen Betriebssystems Linux eine zentrale Rolle: Die gleiche Arbeit wäre mit Windows durch die anfallenden Lizenzkosten unbezahlbar und weniger flexibel anpassbar. Als Ergänzung zur pädagogischen Lehrtätigkeit ist eine Installationsstation Teil des Konzepts, mit deren Hilfe weitere PCs schnell, legal und unkompliziert mit Ubuntu-Linux ausgestattet werden können. Linux4Afrika hat bereits Personal vor Ort in Maputo ausgebildet und die Schulen sind bereits vorbereitet und das Vereinskonto verzeichnet endlich genügend Spendengelder, um den Transport zu bezahlen.